Nettopolice vs Bruttopolice in der bAV

Nettopolice in der betrieblichen Altersvorsorge

Nettopolice in der betrieblichen Altersvorsorge

6 Minuten

Marc Karkossa - Experte für digitale betriebliche Altersvorsorge

Die Nettopolice ist eine interessante Option in der betrieblichen Altersvorsorge (bAV), die vor allem dadurch besticht, dass keine Abschluss- und Vertriebskosten anfallen. In diesem Artikel erfährst Du, welche Vorteile und Nachteile eine Nettopolice bietet und wie sie sich von einer klassischen Brutto-Police unterscheidet.

Inhaltsverzeichnis

Vorteile der Nettopolice

Nachteile der Nettopolice

Vergleich: Nettopolice vs. Brutto-Police

Fazit

Kurz zusammengefasst

Vorteile der Nettopolice

Keine Abschluss- und Vertriebskosten, geringere laufende Gebühren und dadurch schnellerer Kapitalaufbau mit deutlich höherer Ablaufleistung.

Nachteile der Nettopolice

Beratungs- oder Softwarekosten können anfallen und die Produktauswahl ist oft kleiner als bei Brutto-Policen.

Vergleich zur Brutto-Police

Während bei Brutto-Verträgen ein Provisionsloch entsteht, arbeitet dein Kapital bei einer Nettopolice von Beginn an vollständig für dich – oft mit einem Plus von bis zu 150.000 € am Ende.



Vorteile der Nettopolice

Ein entscheidender Vorteil der Nettopolice besteht darin, dass keine Abschluss- und Vertriebskosten anfallen. Diese Kostenersparnis führt dazu, dass sich Dein angespartes Kapital schneller aufbaut. Da mehr von Deinem eingezahlten Geld direkt in Deine Altersvorsorge fließt, erhöht sich die Rendite. Über die Laufzeit hinweg kann dies zu einer signifikant höheren Ablaufleistung führen, also dem Kapital, das Dir bei Rentenbeginn zur Verfügung steht.

Ein weiterer Vorteil liegt in den geringeren laufenden Kosten. Da keine Provisionen anfallen, können die gesamten Verwaltungskosten über die Laufzeit hinweg reduziert werden. Diese Einsparungen summieren sich und tragen dazu bei, dass Du am Ende mehr Geld zur Verfügung hast.



Nachteile der Nettopolice

Trotz der genannten Vorteile gibt es auch einige Nachteile bei der Nettopolice, die Du berücksichtigen solltest. Zum einen musst Du häufig für die Beratungsleistung und eventuell auch für eine spezielle Software zahlen, die Du zur Verwaltung Deiner bAV benötigst. Diese Kosten fallen in der Regel nicht bei einer Brutto-Police an, da dort die Beratung durch die Provisionen finanziert wird.

Ein weiterer Nachteil ist die im Vergleich zur Brutto-Police meist geringere Produktauswahl. Da Nettopolicen provisionsfrei angeboten werden, sind sie weniger verbreitet und das Angebot an unterschiedlichen Tarifen kann eingeschränkt sein.



Vergleich: Nettopolice vs. Brutto-Police

Vor- und Nachteile von Nettopolicen in der bAV

Ein wesentlicher Unterschied zwischen der Nettopolice und der Brutto-Police liegt in der sogenannten Provisionsbelastung. Bei einer Brutto-Police wird ein Teil der Beiträge zunächst verwendet, um die Provisionen für den Vermittler zu bezahlen. Dies führt dazu, dass in den ersten fünf bis acht Jahren der Laufzeit weniger Geld tatsächlich für Deine Altersvorsorge investiert wird. Erst nach diesem Zeitraum beginnt das Kapital, sich effektiver zu vermehren.

Bei einer Nettopolice gibt es dieses "Provisionsloch" nicht. Das bedeutet, dass Dein Geld von Anfang an vollständig für Deine Altersvorsorge arbeitet, was über die Laufzeit hinweg zu einem deutlich höheren Endkapital führen kann. In einem Beispiel führte dies zu einer um rund 150.000 Euro höheren Ablaufleistung im Vergleich zu einer Brutto-Police.

Fazit

Die Nettopolice ist eine attraktive Option für Dich, wenn Du eine provisionsfreie betriebliche Altersvorsorge suchst und dabei auf eine höhere Rendite setzen möchtest. Auch wenn es einige Nachteile gibt, wie zusätzliche Beratungskosten und eine eingeschränkte Produktauswahl, überwiegen für viele die Vorteile. Besonders die höhere Ablaufleistung macht die Nettopolice zu einer starken Alternative zur klassischen Brutto-Police.

Wenn Du Deine Altersvorsorge optimieren möchtest, solltest Du die Möglichkeit einer Nettopolice in Betracht ziehen und Dich darüber informieren, ob sie für Deine Situation die beste Wahl ist. DYNO bietet Dir hier eine innovative und provisionsfreie Lösung, die Dir langfristig mehr Rente sichert.

Autor

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Marc Karkossa

Marc ist Co-Founder & CEO von DYNO. Vor DYNO war der Versicherungsexperte Prokurist in der familieneigenen Versicherungsagentur.

Berechtigte Fragen

Häufige Fragen

Was Arbeitgeber und Mitarbeitende
über DYNO wissen wollen.

Was ist DYNO?

DYNO ist die digitale Plattform für betriebliche Altersvorsorge (bAV) in Deutschland. Arbeitgeber richten ihre bAV in durchschnittlich 20 Minuten ein — ohne Provision, ohne Makler, ETF-basiert. Über 600 Unternehmen vertrauen DYNO.

Was kostet DYNO für Arbeitgeber?

DYNO berechnet eine Grundgebühr plus eine Gebühr pro aktivem Nutzer — das sind Mitarbeitende, die über DYNO einen Nettovertrag einrichten und aktiv besparen. Maklerprovisionen fallen nicht an: 100 % des Beitrags fließen in die Altersvorsorge der Mitarbeitenden, nicht in Vertriebskosten. Für größere Unternehmen wird das Pricing individuell definiert.

Wie lange dauert das Setup?

Das Onboarding dauert durchschnittlich 20 Minuten. DYNO verbindet sich mit über 100 HR- und Payroll-Systemen und übernimmt Mitarbeiterdaten automatisch.

Was ist betriebliche Altersvorsorge (bAV)?

Betriebliche Altersvorsorge (bAV) ist steuerlich geförderte Altersvorsorge über den Arbeitgeber. Mitarbeitende zahlen aus dem Bruttogehalt (Entgeltumwandlung) und sparen Steuern und Sozialabgaben. Arbeitgeber müssen mindestens 15 % Zuschuss geben.

Was unterscheidet DYNO von klassischer bAV?

Klassische bAV läuft über Makler mit Provisionssystem. DYNO ist provisionsfrei und ETF-basiert. Die Effektivkosten liegen bei 0,65 Prozentpunkten statt rund 1,86 bei typischen Provisionstarifen. Bei 300 € Monatsbeitrag und 35 Jahren Laufzeit sind das rund 172.000 € mehr Kapital. Modellrechnung, keine Zusage — ETF-basierte Verträge beinhalten Kursrisiken.

Mit welchen Versicherern arbeitet DYNO zusammen?

DYNO ist Multi-Carrier und bindet Alte Leipziger, myLife, Stuttgarter, Allianz, LV1871 und AXA an — alles in Deutschland zugelassene Versicherungsunternehmen. Für jeden Fall wird der passende Tarif gewählt.

Ist DYNO reguliert?

Die DYNO GmbH ist Versicherungsmakler mit Erlaubnis nach § 34d Abs. 1 GewO und im Vermittlerregister unter der Registrierungsnummer D-35MU-42GOA-77 eingetragen. Registerbehörde ist die IHK Südlicher Oberrhein. Alle Produkte entsprechen den Anforderungen des Betriebsrentengesetzes (BetrAVG).

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DYNO bietet Unternehmen eine moderne bAV-Lösung — provisionsfrei, transparent und staatlich gefördert. So kommt jeder Euro bei den Mitarbeitenden an.

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