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03.02.2026

Marc Karkossa - Experte für digitale betriebliche Altersvorsorge
Die Altersvorsorge in Deutschland ruht auf mehreren Säulen. Wer sich allein auf die gesetzliche Rente verlässt, riskiert im Alter eine spürbare Versorgungslücke. Entscheidend ist daher, die verschiedenen Vorsorgeformen richtig zu kombinieren: gesetzliche Rente, betriebliche Altersvorsorge, private Vorsorge und – für viele – Immobilieneigentum. Welche Bausteine sich in welchem Alter besonders lohnen und warum digitale, provisionsarme Lösungen heute klare Vorteile bieten, zeigt dieser Ratgeber.
Inhaltsverzeichnis
Kurz zusammengefasst
Die vier Säulen der Altersvorsorge
Beste Altersvorsorge ab 20
Beste Altersvorsorge ab 30
Beste Altersvorsorge ab 40
Beste Altersvorsorge ab 50
Warum Produktwahl und Kosten entscheidend sind
Fazit & Empfehlung
FAQ
Kurz zusammengefasst
Altersvorsorge funktioniert nur im Zusammenspiel
Die beste Altersvorsorge verteilt sich auf mehrere Säulen. Keine einzelne Lösung reicht aus, um den Lebensstandard im Alter zu sichern.
Förderung und Kosten entscheiden über den Erfolg
Steuervorteile, Arbeitgeberzuschüsse und niedrige Produktkosten haben langfristig oft mehr Einfluss als einzelne Prozentpunkte Rendite.
Finanzbildung schafft Unabhängigkeit
Digitale Self-Service-Lösungen und transparente Produkte ermöglichen es heute, Altersvorsorge ohne teure Vermittlerstrukturen aufzubauen.
Die vier Säulen der Altersvorsorge
Gesetzliche Rentenversicherung (GRV)
Die GRV bildet für die meisten Menschen die Basis der Altersvorsorge. Sie funktioniert nach dem Umlageverfahren: Aktive Erwerbstätige finanzieren die heutigen Rentner.
Wichtig zu wissen:
• Das Rentenniveau sinkt langfristig.
• Die GRV allein reicht für viele nicht aus.
• Sie ist nicht kapitalgedeckt und nicht individuell steuerbar.
👉 Fazit: Die GRV ist wichtig, aber sie sollte nur die Grundabsicherung darstellen.
Betriebliche Altersvorsorge (bAV)
Die bAV ist für viele Arbeitnehmer die effizienteste Zusatzvorsorge, da sie mehrere Vorteile bündelt:
• Mindestens 15 % Arbeitgeberzuschuss
• Steuer- und Sozialabgabenersparnis
• Möglichkeit zur ETF-basierten Kapitalanlage
• Skalierbar über das gesamte Berufsleben
Beispiel bAV (altersunabhängig)
• Eigenbeitrag: 200 € brutto
• Arbeitgeberzuschuss (15 %): 30 €
• Gesamtanlage: 230 €
• Nettoaufwand: ca. 120–130 €
👉 Durch Förderung wird aus einem moderaten Nettoaufwand ein deutlich höheres Investment.
Wichtig:
Auch in der bAV gilt: Auf kosteneffiziente Nettotarife und moderne Kapitalanlage achten.
Private Altersvorsorge (pAV)
Zur privaten Altersvorsorge zählen u. a.:
• ETF-Sparpläne
• private Rentenversicherungen
• fondsgebundene Lösungen
Vorteile:
• hohe Flexibilität
• volle Kontrolle
• unabhängig vom Arbeitgeber
Aber:
Ohne Förderung müssen Rendite und Kosten besonders stimmen. Hohe Abschluss- oder laufende Kosten können langfristig einen großen Teil der Rendite auffressen.
👉 Empfehlung:
Digitale Broker, ETF-basierte Lösungen und transparente Kostenstrukturen bevorzugen.
Immobilieneigentum
Immobilien können ein wichtiger Baustein sein – müssen es aber nicht.
Vorteile:
• mietfreies Wohnen im Alter
• Inflationsschutz
• emotionaler Sicherheitsfaktor
Risiken:
• Klumpenrisiko
• Instandhaltungskosten
• geringe Liquidität
👉 Fazit:
Immobilieneigentum ist kein Ersatz für Altersvorsorge, sondern eine mögliche Ergänzung.
Beste Altersvorsorge nach Alter
Ab 20 Jahren
• Fokus: Zeit & Zinseszinseffekt
• ETFs + ggf. bAV
• kleine Beiträge, langfristig
Empfehlung:
Früh starten, keine teuren Produkte, hohe Aktienquote.
Ab 30 Jahren
• Einkommen steigt
• Familienplanung
• Rentenlücke wird relevant
Empfehlung:
bAV strategisch nutzen + private ETF-Vorsorge ergänzen.
Ab 40 Jahren
• weniger Zeit
• höhere Steuerlast
Empfehlung:
Förderungen maximieren, Kosten minimieren, Beiträge erhöhen.
Ab 50 Jahren
• kurzer Anlagehorizont
• Planungssicherheit wichtig
Empfehlung:
bAV und steuerlich effiziente Lösungen priorisieren, realistische Ziele setzen.
Warum Produktwahl und Kosten entscheidend sind
Unabhängig von der Säule gilt:
Nicht das Produkt entscheidet über den Erfolg, sondern Kosten, Transparenz und Förderung.
Moderne Altersvorsorge bedeutet:
• keine unnötige Finanzierung von Intermediären
• keine intransparenten Abschlusskosten
• digitale Self-Service-Lösungen
• informierte Entscheidungen statt Verkaufsdruck
Fazit
Die beste Altersvorsorge besteht aus mehreren Säulen: gesetzlicher Rente, betrieblicher Vorsorge, privater Kapitalanlage und – wenn passend – Immobilieneigentum. Entscheidend ist, in jeder Säule auf effiziente, transparente Produkte zu setzen und Förderungen konsequent zu nutzen. Digitale Lösungen und Self-Service ermöglichen heute Altersvorsorge auf Augenhöhe – ohne unnötige Kosten und ohne sich etwas „aufs Auge drücken zu lassen“.
Marc Karkossa
Marc ist Co-Founder & CEO von DYNO. Vor DYNO war der Versicherungsexperte Prokurist in der familieneigenen Versicherungsagentur.



